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Die Nikolauskirche
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Postkarte Kirchbracht




Hofreit Junker in Kirchbracht




Haus Lein (Leihermes) Kirchbracht



Sonntags-
gesellschaft
in den 20er Jahren.
(Höhküppel)



Hochzeit von Kurt Schäfer und Lina geb. Pfeifer



Familie
Decken-
bach
Nieder-
seemen



Hochzeit von Heinrich Kaiser und Emilie geb. Ruhl



Wald-
arbeiter Kirchbracht in den 30er Jahren



Kinder-
gesellschaft
auf dem Höhküppel in den 30er Jahren



Haus Junker am Sonntag-Nachmittag



Arbeiter Bahnbau ?




Besuch beim Schäfer am Sonntag- Nachmittag 1930



Emilie
Rauch
mit
Ge-
schwister



Emilie und Fritz Schnell Nieder-
seemen



Musikverein 1925
(Otto Repp oben 2. von rechts)



Hochzeit von Otto Lein und Anna geb.Kaiser Illnhausen 1932



Lahne Müller mit Tochter Elfriede auf dem Pferd



Heinrich Kaiser Illnhausen in seiner Wagnerei



Jugend-
gruppe Kirchbracht in den 20er Jahren


Dreschen bei Leihermes.(Goldborn)

Abriss des Haus Siebenlist
(früher Gastwirtschaft)
in der Kreistraße

Frederick Augustus Rauch (1806-1841)

Geboren 27 Juli 1801 in Kirchbracht.Gestorben 2. März 1841 bei Mercersburg, PA.
Er besuchte 1824 die Universität von Marburg .Studierte Philosophie und Theologie in Gießen und Heidelberg,war außerordentlicher Professor der Philosophie in Gießen. Ein Jahr später wurde er zum gewöhnlichen Professor in Heidelberg ernannt. Aber wegen irgendeiner politischer Äußerung, die den Verdruss der Regierung auf sich zog, floh er 1831 nach Amerika. Er verdiente sich für eine weile den Lebensunterhalt indem er Lektionen auf dem Klavier bei Easton, PA gab; wurde aber bald Professor der Deutschen in der Lafayette Hochschule . 1832 nahm er die Einladung einer klassischen Akademie an. Die durch die deutsche verbesserte Kirche in York, PA gleitet wird. Einige Monate später wurde er ordiniert und zum Professor der biblischen Literatur im theological Seminary.1836 wird die Schule zur Mercersburg Hochschule umgewandelt, von der er der erste Präsident war, 1836-41.
Rauch war ein hervorragendes Gelehrter in der klassischen Literatur, Geistes- und moralische Wissenschaft und Ästhetik; und es war sein Ehrgeiz, zum nach amerikanischem Boden eines Anglo-Deutschen Systems des Gedankens zu organisieren. Er veröffentlichte nur Psychologie oder eine Ansicht der menschlichen Seele, einschließlich Anthropologie (New York, 1840; 3d ED, 1844); sein inneres Leben des Christen erschien nach dem Tod (ED E. V. Gerhart, Philadelphia, 1856).






Der Schinderhannes in Kirchbracht


Der Legende nach soll der Schinderhannes das Pfarrhaus in Kirchbracht überfallen haben.Da es etwas außerhalb der Ortschaft liegt konnten die Bewohner keine schnelle Hilfe herbeirufen und wurden ausgeraubt.Um dies in Zukunft zu verhindern wurde eine Glocke angeschafft die vom Bett aus zu betätigen war.Diese Glocke hängt heute noch am neuen Pfarrhaus



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Der tiefe Born und der Goldborn

Zwischen Volkartshain und Kirchbracht befindet sich der tiefe Born. Der hat seinen Namen nicht umsonst. Um seine Tiefe zu probieren, schütteten die Bauern einmal hundert Wagen voll Steine hinunter, aber er wurde davon nicht verstopft, man merkte gar nicht, wo sie hinkamen. Nun stach man mit dem längsten Wiesbaum hinein, der im Dorf aufzutreiben war, allein der entschlüpfte den Händen, fuhr hinunter und kam erst vor Kirchbracht wieder aus dem Berge heraus. Ein neues weißes Tuch stak an seiner Spitze, darauf waren goldene Buchstaben geschrieben, die aber kein Mensch lesen konnte. Der Platz, wo sich dieses Wunder ereignete, heißt jetzt noch 'der Goldborn'. Theodor Bindewald, Oberhessisches Sagenbuch, Frankfurt 1873

Markt in Kirchbracht

In einem uralten Markt und Kirchendorfe im lieblichen Tal der Bracht war am 8.Dezember des Jahres 1596 der übliche Markt abgehalten worden.aus allen Ecken und Enden des südlichen Vogelberges strömten die Bauern hier zusammen,teils um Vieh zu handeln,teils ihren Bedarf an Gebrauchsgegenständen aller Art hier zu decken,teils aber auch,um sich nach harter Arbeit einen guten Tag zu gönnen.Allerlei Verkaufstände waren auf diesem Markte aufgebaut,Marktschreier und Dudelsackbläser liesen sich vernehmen,Wahrsager und Sternegucker machten sich an die neugierigen Weiber heran,an bestimmten Plätzen wurde gewürfelt oder gemauschelt und dort wo das gedränge am dichtesten war wurde getanzt. Ein Markt also, wie alle Märkte waren. Aus "die Rose von Ulf"und andere Geschichten aus alten Zeiten Gesammelt von Dr. Walter Nieß


Von der weißen Frau am Alten Keller
Im  Norden der Mauswinkeler Gemarkung am Riedbache in den "langen Wiesen", lag früher das Dorf Dietrichshain oder Dietershain. In der Nähe dieses Dorfes, im "Alten Keller", stand vormals die Dietriechsburg, in der wahrscheinlich die Besitzer desDorfes wohnten, und nicht weit davon das dazugehörige Jägerhaus. Noch vor einigen Jahren sah man daselbst mit Mörtel verbundene und behauene Steine und eine schöne Lindenallee. Wahrscheinlich wurde das Dorf  Dietrichshain mit der Burg in den Stürmen des Dreißigjährigen Krieges vollständig zerstört. 

Die Sage erzählt nun, dass die Reichtümer der alten Burg von einer weißen Frau bewacht würden. Von Mauswinkel ging einmal ein Mann um die Essenszeit daselbst vorüber und sah die weiße Frau dort sitzen mit einem Strickstrumpf in der Hand. Sie bat ihn, um Mitternacht doch ja zu ihr zukommen, denn es sei jetzt die gelegene Zeit zu ihrer Erlösung. Er werde sie dann in Gestalt einer Schlange erblicken, brauche sich aber nicht zu fürchten. Sie begehre weiter nichts von ihm, als dass er ihr dreimal die Hand reiche. Dafür wolle sie ihm alle Schätze des Kellers geben und ihn für sein ganzes Leben glücklich machen. Der Mann schlug jedoch ihre Bitte mit einem harten "Nein" ab und ging ohne Erbarmen davon. Was weiter aus der Frau geworden ist, weiß man nicht.



Schatzgräber im Kirchenschäl bei Lichenroth
Zwischen dem Dorfe Lichenroth und der Sangmühle an der Salz lag auf der sogenannten Küppelgemeinde früher das Dorf Herchenrode (aus diesem Dorfe sollen die Familiennamen Herchenröder stammen). Tatsache ist, dass Lichenröther Einwohner behauene Basalt- und Sandsteine aus ihren auf der Küppelgemeinde und dem Kirchenschäl gelegenen Äckern ausgegraben haben. Der Flurname Kirchenschäl weist auf den Standort der Herchenröder Kirche hin. Hier sollen unterirdische Schätze verborgen liegen.

Die Sage erzählt:
 In einer Nacht träumte es zwei in Lichenroth ansässigen Brüdern, auf  ihrem Acker im Kirchenschäl brenne ein blaues Feuer, ein Zeichen, dass hier unterirdische Reichtümer verborgen seien.  In der folgenden Nacht gingen beide mit Hacken und Schaufeln auf  ihren Acker. Schon von weitem sahen sie das blaue Flämmchen. Sie gruben an der bezeichneten Stelle nach, ohne dabei ein Wort zu sprechen, was bei einem solchen Vorhaben Bedingung ist. Nach kurzer Zeit stießen sie auf einen eisernen Henkel. Sie erfassten ihn und zogen daran aus Leibeskräften; an dem Henkel hing ein bis zum Rande mit gleißendem Gold gefüllter Kessel. Schon hatten sie ihn fast aus der Grube gehoben, da drohte ihnen die Kraft auszugehen. Um sich und seinen Bruder zu einer letzten Anstrengung zu ermuntern, rief der eine: "Heb!" Kaum war das Wort gesprochen, da versank der Kesel in die Tiefe und wurde nie wieder gesehen, so oft auch die Brüder bei Tag und Nacht danach gruben. Den eisernen Henkel hatten sie in der Hand behalten.


Wie der Vogelsberg  zu seinem Namen kam

Beinahe mitten im Hessenland, zwischen Wetterau, Kinzig und Schwalm, quollen vor langer Zeit gewaltige Lavamassen aus dem Inneren der Erde, wuchsen an zu einem mächtigen Berge und erkalteten. Gewaltig nicht an Höhe, sondern an Umfang. Wenn du ihn quer durchwandern willst, magst du wohl zehn Stunden brauchen, fünf bergauf und fünf wieder bergab. Von der Gluthitze seines Entstehens verspürst du heute nichts mehr. Im Gegenteil, die Bewohner sagen, dreiviertel Jahr sei es dort oben Winter und ein viertel Jahr kalt. Und die Spötter fügten hinzu, dort brauchen die Zwetschgen zwei Jahre zum Reifen. Im zweiten Jahr müsse man sie aber mit der anderen Seite nach der Sonne hängen.
So unwirtlich soll früher der Berg gewesen sein, dass der Herrgott über ihm den Teufel aus dem Himmel warf und meinte, dort sei es gut genug für den schwarzen Übeltäter. Gerade über Herchenhain soll sich das zugetragen haben, aber man weiß es nicht mehr so genau. Geblieben ist der Teufel jedenfalls dort nicht, sondern mit Gestank zur Hölle gefahren. Und das kam so: Ein armer Schmied, der rasch und ohne viel Arbeit reich werden wollte, verschrieb dem Teufel für viel Geld seine Seele. Nach drei Jahren sollte sie der Teufel holen dürfen, wenn er drei Proben bestehe, die der Schmied von ihm fordern würde. Drei Jahre lebte der Schmied in Saus und Braus. Drei Jahre gehen aber rasch herum, und je näher der Tag kam, an dem der Vertrag mit dem Teufel ablief, umso stiller und bedrückter wurde der leichtsinnige Mann. Ruhelos wanderte er im Oberwald umher und wusste nicht, wie er dem Teufel beikommen solle. Am nächsten Tag würde er kommen und seine Seele holen. Ganz verzweifelt setzte sich der Schmied auf einem Baumstumpf und starrte in den Wald. Wie sehr er sich auch anstrengte, einen Ausweg aus seiner Lage zu finden, es fiel ihm nichts ein. Da stand plötzlich ein altes buckliges Weibchen neben ihm. "Hihi", sagte es mit seinem zahnlosen Mund, "hihi, jetzt sitzt du da, du Sünder, und bangst um deine Seele. Versprich, dass du wieder ein fleißiger, ordentlicher Mensch werden willst, dann will ich dir helfen". Der Schmied versprach es, und die Alte flüsterte ihm ihren Rat ins Ohr. Pünktlich um die zwölfte Stunde fuhr der Teufel durch die Esse in die Schmiede. "Deine Zeit ist um. Ich bin gekommen, dich zu holen!" "Du magst es", sagte der Schmied ohne Furcht, "aber erst, wenn du die Proben bestanden haben wirst, die ich nach unserem Vertrag von dir fordere." Dabei riss er sich ein Büschel seiner krausen Haare aus und verlangte: "Schmiede sie mir gerade!" Der Teufel fluchte und warf die Haare in das Feuer. Die erste Probe war nicht bestanden. Nun trat der Schmied an den Amboss und begann zu schmieden. "Sage mir jetzt, was das für ein Werkzeug werden soll." Der Teufel sah zu, wie sich das Eisen formte. Das konnte doch nur eine Feuerschippe werden. " Eine Feuerschippe wird das", brüllte er zornig. "Hast du gedacht", sagte lachend der Schmied und gab dem Eisen noch einen festen Schlag, dass es sich über die Kante des Ambosses bog und eine Krauthacke wurde. Zur dritten Probe führte der Schmied den Teufel hinter das Haus. Dort saß in einem Baum ein riesiger Vogel. "Was ist das für ein Vogel?" Der Schwarze kratzte sich hinter den Ohren. Nein, solch einen Vogel hatte er noch nie gesehen. Da er nun bei allen Proben hereingefallen war, fuhr er in die Luft und verschwand für immer aus der Gegend. Was aber war das für ein Vogel? Der Schmied hatte seine Frau geheißen, sich in einem Backtrog voll Teig, danach in einem Federbett zu wälzen und auf den Baum zu steigen. Die Leute lachten über die Geschichte rundum in den Dörfern des Berges und nannten ihn seitdem den Vogelsberg.
(frei nach Theodor Trog)